Die Pyrenäen (auf Spanisch Pirineos, auf Portugiesisch Pireneus, auf Französisch Pyrénées, auf Baskisch Pirinioak, auf Katalanisch Pirineus, auf Aragonesisch Perinés und auf Gaskognisch Pirenèus) sind eine rund 430 km lange Gebirgskette. Sie trennen die Iberische Halbinsel im Süden vom übrigen Europa im Norden und liegen zwischen dem Atlantischen Ozean im Westen (Golf von Biscaya) und dem Mittelmeer im Osten (Golf de Roses). Die Staatsgrenze zwischen Frankreich und Spanien folgt im Wesentlichen dem Gebirgskamm. Mitten in den Pyrenäen liegt auch der Zwergstaat Andorra.
Die Balearischen Inseln (katalanisch: Illes Balears, spanisch: Islas Baleares) oder Balearen sind eine Inselgruppe im westlichen Mittelmeer und eine Autonome Gemeinschaft Spaniens. Zur Autonomen Gemeinschaft gehören neben den eigentlichen Balearen mit den Hauptinseln Mallorca und Menorca auch die Pityusen mit Ibiza und Formentera. Neben diesen fünf bewohnten umfasst die Autonome Gemeinschaft der Balearen 146 unbewohnte Inseln, zu denen auch die unter Naturschutz stehenden Felseninseln Dragonera und Pantaleu gehören. Größte Insel ist mit 3620,42 Quadratkilometern Mallorca. Der Name der Inselgruppe leitet sich vom altgriechischen βάλλειν bállein ‚werfen‘ ab,[2] womit die in der Antike gefürchteten Steinschleuderer Els Foners Balears der Inseln gemeint waren, die sich als Söldner auf den Kriegsschauplätzen der Antike verdingten.
Die Kanarischen Inseln (spanisch: Islas Canarias) sind eine Inselgruppe im östlichen Zentralatlantik, etwa 100 bis 500 Kilometer westlich des südlichen Marokko gelegen. Sie bilden eine der 17 Autonomen Gemeinschaften Spaniens. Die Kanarischen Inseln liegen im Atlantik in einer geographischen Region, die als Makaronesien bezeichnet wird. Dazu zählen auch die Kapverden, die Azoren, das Madeira-Archipel und die Ilhas Selvagens. Zwischen rund 27° 38' und 29° 30' nördlicher Breite und 13° 22' und 18° 11' westlicher Länge befinden sich die Kanaren zwischen 1.028 und 1.483 Kilometer vom Mutterland Spanien (Kap Trafalgar) entfernt, auf gleicher Höhe mit beispielsweise der Sahara, Kuwait und Florida. Es gilt, im Gegensatz zum spanischen Festland, die Westeuropäische Zeit.
Die Costa Brava (Katalanisch und Spanisch für „wilde Küste“) ist der nordöstlichste Küstenstreifen an der spanischen Mittelmeerküste in der autonomen Region Katalonien. Der Schriftsteller Ferran Agulló (geb. 1863 in Sant Feliu de Guíxols) prägte ihren Namen in der Zeitschrift La Veu de Catalunya in der Ausgabe vom 12. September 1908.
Barcelona ist die Hauptstadt Kataloniens und zweitgrößte Stadt Spaniens. Sie liegt am Mittelmeer, circa 120 Kilometer südlich der Pyrenäen und der Grenze zu Frankreich. Barcelona ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Provinz und der Comarca Barcelonès. Innerhalb des Stadtgebietes leben etwa 1,6 Millionen Menschen, darunter 15,9 Prozent Ausländer (Stand: 31. Dezember 2005). Somit ist Barcelona die elftgrößte Gemeinde der Europäischen Union und nach Hamburg die zweitgrößte, die nicht die Hauptstadt eines Mitgliedstaates ist. Zusammen mit den in der Àrea Metropolitana de Barcelona zusammengeschlossenen Gemeinden der Agglomeration beträgt die Einwohnerzahl 3,16 Millionen. Im weiteren Einzugsbereich der Metropolregion (Àmbit Metropolità de Barcelona) leben insgesamt 4,86 Millionen Menschen.
Girona (nicht mehr amtliche spanische Bezeichnung Gerona ist eine spanische Stadt im Nordosten Kataloniens. Sie hat 86.672 Einwohner (2005) und ist Hauptstadt der Provinz Girona und der Comarca Gironès.
Lloret de Mar ist eine Stadt im Nordosten Spaniens. Die Stadt liegt in der Provinz Girona in der Autonomen Gemeinschaft Katalonien und befindet sich zwischen dem nördlich gelegenen Girona (41 km entfernt) und dem südwestlich gelegenen Barcelona (83 km entfernt) an der Costa Brava.
Die Costa Daurada (katalanisch; span. Costa Dorada; Goldene Küste) ist ein 216 km langer Küstenstreifen im Nordosten Spaniens, der sich von Vilanova i la Geltrú im Norden bis zum unmittelbar südlich des Ebrodeltas gelegenen Alcanar im Süden erstreckt. Somit bildet sie den gesamten Küstenbereich der Provinz Tarragona. Im Gegensatz zur weiter nördlich liegenden Costa Brava ist die Costa Daurada von langen, feinkörnigen und sanft abfallenden Sandstränden geprägt, die geradezu ideale Voraussetzungen für den Badetourismus bilden. Der Anteil von Sandstränden im Vergleich zu Felsküsten liegt an der Costa Daurada deutlich über dem anderer spanischer Küstenabschnitte.
Die Costa del Sol (dt: Sonnenküste) ist eine Küste im Süden Spaniens (Andalusien). Im Osten schließt sie an die Costa Tropical und im Westen, getrennt durch die Straße von Gibraltar, an die Costa de la Luz an. Bei über 300 km Gesamtlänge umfasst sie die Mittelmeerstrände der andalusischen Provinzen Málaga und Cádiz.
Costa de la Luz bezeichnet die südliche spanische Atlantik-Küste am Golf von Cádiz zwischen der vom Fluss Guadiana gebildeten spanisch-portugiesischen Grenze nahe der Stadt Huelva und der südlichsten Spitze Spaniens (und damit des europäischen Festlandes) bei Tarifa. Bei Tarifa, wo Spanien nur etwa 14 km von Marokko (Afrika) entfernt ist, geht sie in die Straße von Gibraltar und die Costa del Sol über. Die Mündung des Guadalquivir mit dem Nationalpark Coto de Doñana gliedert die Costa de la Luz in zwei Teile. Das Gebiet südöstlich der Flussmündung gehört zur Provinz Cádiz, der nordwestliche Teil zur Provinz Huelva. Bedeutende Orte entlang oder nahe der Küste sind u. a. (von West nach Ost): Ayamonte und Huelva in der Provinz Huelva sowie Chipiona, Rota, Cádiz, El Puerto de Santa María, Jerez de la Frontera, Chiclana de la Frontera, Conil de la Frontera, Vejer de la Frontera, Los Caños de Meca, Barbate und Tarifa in der Provinz Cádiz.
Costa Blanca (span. Weiße Küste) bezeichnet die Küste in der spanischen Provinz Alicante, genauer von Denia im Norden bis Pilar de la Horadada im Süden. Ihren Namen verdankt die Küste einerseits den traditionell weiß gestrichenen Häusern, andererseits aber auch den starken Lichtverhältnissen, die den Sand weiß überstrahlt erscheinen lassen. Dieser Gegensatz zwischen blauem Meer und weißer Küste wird auch dargestellt in der blau-weißen Flagge der Provinz Alicante (Stadt des Lichts), zu der die Costa Blanca gehört. Sie wird deshalb manchmal auch als Golf von Alicante bezeichnet. Im Süden schließt sich die Costa Calida an, das Mar Menor wird je nach Quelle zu beiden Küsten gerechnet.
Die Sierra Nevada (spanisch für „schneebedecktes Gebirge“) ist mit 3482 m das höchste Gebirge der Iberischen Halbinsel, das in der Regel jährlich von November bis Mai eine Schneehaube trägt. Es liegt im Süden Spaniens in den Provinzen Granada und Almería in der Autonomen Region Andalusien und ist ein 100 km langer Teil der Betischen Kordillere. Seit 1999 ist das Kerngebiet von 86.208 Hektar als Nationalpark geschützt.
Die Costa Verde, zu deutsch grüne Küste, bezeichnet eine Küstenlandschaft am Golf von Biscaya im Norden Spaniens. Sie erstreckt sich über die autonomen Gemeinschaften Galicien, Asturien und Kantabrien. Man bezeichnet diese Küste als grüne Küste, da in dieser regenreichen Region die Landschaft deutlich grüner ist als in anderen Teilen Spaniens. Die Strände im Osten Asturiens zwischen Llanes und Ribadesella gelten nach diversen Reiseführern als die schönsten Spaniens. Dennoch ist in dieser Region kein Massentourismus wie am Mittelmeer vorhanden. Die Touristen kommen zum Großteil aus dem eigenen Land, um dort Tagesausflüge oder Kurzurlaube zu verbringen. Die größte Gruppe ausländischer Touristen kommt aus Großbritannien. Die Hotelpreise sind normal. Flugverbindungen aus dem Ausland in diese Region gibt es erst seit kurzer Zeit durch Billigfluganbieter. Ryanair verbindet Santander und in Kürze Santiago de Compostela mit dem Flughafen Hahn und einigen anderen europäischen Flughäfen. Easyjet und Air Europa bieten Billigflüge nach Asturien, jedoch nicht von deutschen Flüghäfen aus. Lufthansa und Spanair verbinden Stuttgart mit Bilbao, TUIfly fliegt ab Köln/Bonn. Die Eisenbahngesellschaft FEVE betreibt eine Schmalspurbahn entlang der gesamten Costa Verde. Die Autobahn A8 verbindet diese Region mit ein paar kurzen Lücken. Dennoch besteht immer noch das Problem, dass es nur mangelhafte Verkehrsverbindungen vom Norden in andere Regionen des Landes gibt, wobei die Verkehrsnetze momentan stark ausgebaut werden. |